Modulentwicklung

Die Verankerung digitaler Kompetenzen in der universitären Lehrer*innenbildung wird durch die Erprobung von Lernbausteinen in reflexions- und praxisorientierten Seminaren pilotiert. Die in Konzeption, Realisation und Evaluation gewonnenen Erfahrungen dienen als Grundlage für die Entwicklung von Modulbausteinen. Diese curricularen Bausteine können im Bereich der Curriculumsentwicklung als Good Practice Beispiele herangezogen werden und erlauben eine fächerspezifische Adaption der Lerninhalte.

Inhaltlich greifen die Pilotseminare lerntheoretische Grundlagen und und didaktisch-pädagogische Konzepte des digitalen Lernens, Fragen der Mediensozialisation, unterrichtliche und schulentwicklungsbezogene Aspekte zum Einsatz digitaler Medien sowie den Umgang mit grundlegenden, an Schulen verbreiteten Werkzeugen für digitales Lehren und Lernen auf.

Arbeiten an einer digitalen Tafel
Pilotseminar 1: Medienbildung im fächerverbindenden Unterricht

Durchführungen: WiSe 20/21 und WiSe 21/22

Im Fokus steht die Relevanz digitaler Bildung und Kompetenzen innerhalb schulischer Kontexte. Das Seminar analysiert sowohl die bildungspolitischen Anforderungen von Gremien wie der KMK sowie Lehrplänen und betrachtet die Thematik der Digitalisierung im Bildungswesen aus wissenschaftlicher Perspektive. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Entwicklung und Analyse didaktischer Handlungsempfehlungen inklusive der Betrachtung fachspezifischer Herausforderungen und Potenziale für das Lernen mit und über digitale Medien in der zukünftigen Berufspraxis der Lehramtsstudierenden.

Entsprechend untersuchen die Studierenden im  Seminar verschiedene Ansätze zur Förderung und Vermittlung digitaler Kompetenz im Unterricht und setzen sich mit den Transformationsprozessen im Bildungssystem auseinander, die durch die Digitalisierung ermöglicht werden. 

Symbolbild Austausch: Studentinnen und eine Dozentin im Gespräch

Pilotseminar 2: Phasenübergreifende Projektarbeit zum Einsatz digitaler Medien im L2-Netzwerk

Im Seminar entwickeln Lehramtsstudierende gemeinsam mit Lehrkräften im Vorbereitungsdienst (2. Phase der Lehrer*innenbildung) Unterrichtsprojekte zum Lernen mit bzw. über digitale Medien im (Grundschul-)Unterricht. Während die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst ihre Erfahrungen und ihr Wissen aus dem Schulalltag einbringen, haben die Studierenden die Möglichkeit, das theoretische Wissen zum Einsatz digitaler Medien in die Planung einfließen zu lassen. Ziel ist eine gemeinsame Umsetzung des Konzepts an einer ausgewählten Schule der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst. Die erprobten Unterrichtskonzepte werden als OER zur Verfügung gestellt.

Für eine zeitgemäße Bildung sind sowohl digitale Kompetenzen als auch informatische (Grund-)Bildung essentielle Bausteine. Das Seminar widmet sich dem Konzept informatischer Bildung. Gemeinsam mit den Lernenden wird analysiert, welche Fähigkeiten und Wissensbestände für ein grundlegendes Verständnis von Informatiksystemen relevant sind. Auf theoretischer Ebene werden zentrale Begriffe für das Themenfeld informatischer Grundbildung analysiert und erarbeitet sowie notwendige didaktische Rahmenbedingungen zur Förderung informatischer Grundbildung im Unterricht diskutiert. Einen weiteren Schwerpunkt des Seminars bildet darauf aufbauend die Analyse von Methoden und Tools zur Vermittlung informatischer Grundkenntnisse. Im Sinne eines didaktischen Doppeldeckers erproben die Seminarteilnehmer*innen zunächst fremde Materialien und entwickeln dann selbstständig didaktisch aufbereitete Beispiele zur Vermittlung informatischer Grundbildung im fächerverbindenden Unterricht.

Kompetenzbereich